Samstag, 6. Oktober 2018
Eleison Kommentare DLXXXVI (586)

Unschätzbare Weiblichkeit — I

Bischof Williamsons Eleison Kommentare,
Nummer DLXXXVI (586)

Finde mir, Heilige Anna, einen Mann, / Dem ich mich richtig unterwerfen kann.

 

Wo die feindlichen Soldaten über die Mauern steigen, da müssen die Verteidiger einer belagerten Stadt oder Burg sie bekämpfen. Und wo die Rettung von Seelen am stärksten behindert wird, dort müssen Gottes Diener sich im Kampf einsetzen. Deshalb kehren diese „Kommentare“ oft auf das Thema der Entweiblichung der Frauen und der Entmännlichung der Männer zurück (so wie in den „Rector’s Letters“, die den „Kommentaren“ vorausgingen). Gottes Plan, gemäß dem Mann und Frau sich gegenseitig ergänzen, greift auf Adam und Eva zurück und ist von grundlegender Bedeutung für die Natur und das Leben des Menschen. Und wenn dieser Plan vom Menschen ausradiert und — scheinbar — durch die schändlichen Manipulationen der „Gender Theory“ und ähnlicher Perversionen abgeschafft wird, wie kann die übernatürliche Gnade Gottes dann auf eine derart pervertierte Menschennatur landen? Und wo endet der Mensch ohne Gottes Gnade?

Theoretisch sollte es katholischen Frauen keine allzu große Schwierigkeit bereiten, zu verstehen und zu akzeptieren, welche Rolle Gott ihnen zugewiesen hat. In der Praxis ist die profeministische Propaganda in den heruntergekommenen Schulen und niederträchtigen Medien von heute dermaßen allgegenwärtig, daß selbst die natürlichen Instinkte katholischer Frauen und ihr gottgegebener Sinn für ihre wahre Rolle im Leben häufig von stolzen Dranges nach Scheinmacht überwältigt werden. Hier einige harte, aber weise Worte über die Frau; sie stammen aus dem Buch Knowing Woman: Female Psychology von Irene Claremont de Castillejo.

„Ein Mädchen, das zur Frau heranwächst, ohne zu wissen, daß die Liebe sein höchster Wert ist, ist spirituell vergewaltigt worden. Geistig beinhaltet das Frauenwesen eine Erwartung, eine Neigung, eine Bereitschaft, ihrem Gegenstück entgegenzukommen, die eine Voraussetzung für ihre innere Ganzheitlichkeit ist. Ohne diese Ergänzung wird die werdende Frau zur Beute des männlichen Elementes in ihr selbst, zu einem rasenden Geist intellektueller oder physischer Aktivität, welche nicht nur jeden Mann abstößt, sondern auch ihr selbst ebenso fremd ist. So wird die Frau wie besessen.“

Und hier noch ein Zitat, aus Dr. Henry Makows Schrift Western Women Have Lost Their Power to Love (Die westlichen Frauen haben ihre Macht zu lieben verloren):

„Man hat die westlichen Frauen mit betrügerischen Mitteln dazu verführt, Macht statt Liebe anzustreben. Paradoxerweise waren sie aber noch nie so machtlos. Sie wollen geliebt werden, haben aber als Gegenleistung keine Liebe mehr zu bieten. In dem Film War Games aus dem Jahre 1983 ist der Held Matthew Broderick ein Computer-Wunderkind, das die Welt durch einen Zufall an den Rand eines Atomkrieges bringt und verzweifelt versucht, die Katastrophe abzuwenden. Seine Freundin, gespielt von Ally Sheedy, spielt eine ergänzende Rolle, die grundsätzlich darin besteht, ihn zu unterstützen, zu ermutigen und zu bewundern. Er ist der Führer. Aber ihre Gegenwart durchdringt, bekräftigt, erhöht alles, was er tut, als ob seine ganze Aktion ihr gewidmet wäre. Auf diese Weise funktioniert die gegenseitige Ergänzung von Mann und Frau, wobei die Frau den Mann dadurch bekräftigt, daß sie ihre Kraft ihrem Mann anvertraut. Auf diese Weise liebt die Frau, indem sie sich unterordnet wie erster Maat seinem Kapitän. Würde man heute diesen Film wieder drehen, so würde die Frau zum Kapitän werden, und er würde seiner Manneskraft beraubt, und sie würden voneinander scheiden.

„Von Chaucer bis Freud haben die Männer immer gefragt, ‚Was wollen die Frauen?’ Ganz einfach. Sie wollen geliebt werden. Sie wollen im besonderen die leidenschaftliche und lebenslange Liebe eines Ehemannes. Aber wie kommt ein Mann dazu, eine Frau auf diese Weise zu lieben? Durch ihr Opfer. Dadurch, daß sie ihr Los mit ihm teilt, daß sie ihm folgt, daß sie ihm und ihren Kindern dient. Anders gesagt, eine dauernde Liebe wird mit Taten verdient. Sie beruht nicht auf erotischer Anziehungskraft (welche welkt), noch auf lustigen Witzen, sondern auf Banden der DANKBARKEIT.

„Der Feminismus hat das frauliche Selbstopfer durch Selbstsucht ersetzt. Der Feminismus hat die Frau ihres echten Rüstzeugs beraubt, d.h. der Liebe. Alles, was ihr zu geben bleibt, ist der Akt der Ehe ohne die Ehe. Weil sie sich weigern, sich der Liebe eines Mannes zu ergeben, muss sie sich herabwürdigen, sich einem Fremden wegzuwerfen.“ (Ende Makows Zitats)

„Aber bitte, Exzellenz, wo sind heute die Kapitäne? Diejenigen, die wüßten zu lieben und zu führen? Die Männer von heute sind Waschlappen, einschließlich der Katholiken der Tradition!“

Mädchen, wie ihr selber entweiblicht worden seid, ohne daß ihr es wißt, genauso sind diese Männer von der elenden modernen Gesamtkultur entmannt worden. Ihr müßt beten, weil der Liebe Gott ohne weiteres einen jungen Mann für euch finden kann. Betet zur Heiligen Anna, wie oben genannt, aber zuerst versprecht ihr, daß ihr bereid seid, euch dem Mann zu unterwerfen, den sie für euch findet. Das wird sie ermuntern, ihn zu finden. Dann setzt die Heilige ruhig unter Druck! Der Himmel hat es gern, ernst genommen zu werden. — Lk. XVIII, 2–8.

 

Kyrie eleison.

 

(6. Oktober 2018)

 

 

© 2011–2018 BRN Associates, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Interessierten Lesern dieses Artikels wird eine einfache, nicht-ausschließliche Lizenz eingeräumt, den Artikel auszudrucken, per E-Post weiterzuleiten und bzw. oder im Internet zu veröffentlichen, solange keine inhaltlichen Änderungen am Artikel vorgenommen werden und solange diese Vorbehalts-Notiz mitgeliefert wird. Dies gilt für jede Art von hiermit erlaubter Vervielfältigung. Abgesehen von dieser beschränkten, nicht-ausschließlichen Lizenz darf kein Teil des Artikels ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form oder durch irgendwelche elektronische oder mechanische Mittel, einschließlich Informationsspeicherungs- und Datenabfragesysteme, vervielfältigt werden. Ausgenommen sind Rezensenten, die kurze Passagen in einer Rezension zitieren dürfen, sowie jene Fälle, in denen hierin vervielfältigte Inhaltsrechte von seinen ursprünglichen Autoren oder anderen Rechteinhabern beibehalten werden. Eine weitergehende Vervielfältigung bedarf einer gesonderten Genehmigung.

Anfragen zu Benutzungs- und sonstigen Rechten bitte richten an: editorial@marceleditions.com

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
© kreuz-net.info, EMail: redaktion@kreuz-net.info, Impressum