Freitag, 28. September 2018
Homosexualität

Der nächste homosexuelle Belästigungsfall bei Militärbischof Freistetter?

Drangsalierte Bischofsvikar Heeresangehörigen mit mehr als 20.000 Kurznachrichten und noch sonstigem mehr? Verdacht von Mobbing und Stalking, von sexueller Belästigung und von diversen „Spielchen“ – wollen das Kardinal Schönborn und Militärbischof Freistetter wirklich zu vertuschen versuchen?

Der Klerus war (und ist es zum allergrößten Teil weiterhin) eine moralische Stütze für die Soldaten — unter Bischof Freistetter mehren sich allerdings die Mißbrauchsvorwürfe [Bild: Manfred Kuzel, CC BY-SA 4.0]

Vor einem Jahr — der erste einer Dreiergruppe in der Militärdiözese wird homosexuell „auffällig“

Im Juli 2017 hatte der Wiener Militärdekan P. Gabriel R. Rekruten homosexuell belästigt

Die Militärdiözese gab sich äußerst wortkarg, verwies durch Till Schönwälder, den protestantischen (!) Pressesprecher von Bischof Freistetter, darauf, daß der Militärdekan ja Angestellter des Bundesheeres sei und man sich an das Bundesheer wenden möge.

Auch ein Hinweis darauf, daß ein Militärdekan doch ein Geistlicher unter Bischof Freistetter sei, änderte nichts am Desinteresse der Militärdiözese.

Auch das Bundesheer blockte Presseanfragen unsererseits ab.

Mittlerweile ist Pater Gabriel R. wieder in sein Stift Seckau mit angeschlossener Knabenschule zurückgekehrt, das er — na, ja, man kann sich ja leicht ausmalen, warum — einst verlassen hat.

Bis auf einen einmaligen Beitrag in der „Kronen Zeitung“, auf gloria.tv und unseren Bericht konnten weitere Pressemeldungen unterbunden werden. 

2018 — der zweite einer Dreiergruppe kommt ins öffentliche Interesse

Heuer betrifft es den Bischofsvikar A. W, den ersten Bischofsvikar, den Bischof Freistetter ernannt hat. Demzufolge muß er in besonders hoher Wertschätzung durch den Militärbischof stehen.

Ein Bischofsvikar — diesfalls der ständige Vertreter des Bischofs in einem Themenbereich — ist jedenfalls eine Person öffentlichen Interesses, die eine vollständige Namensnennung erlaubte. Noch sehen wir davon ab.

Mobbing, Stalking oder?

Welche Verhaltensschiene der Bischofsvikar einschlägt, hinge von seiner persönlichen Präferenz ab, hört man aus gut informierten Kreisen.

Mehr als 20.000 (!) Belästigungsnachrichten

Einem Heeresangehörigen soll der Bischofsvikar gar in mehr als 20.000 Kurznachrichten seine persönliche „Wertschätzung“ dargebracht haben. Zudem schwanzelte er um sein Opfer, so die Beobachtung Dritter. 

Durchaus Schlüpfriges und Eindeutiges fand sich darunter und manches, was nicht jedermanns Geschmack ist.

Die Zuneigung blieb freilich einseitig, was der Versender durch Steigerung seiner Aktivitäten auszugleichen versuchte. 

Der Zuneigungsadressat sah das Werben allerdings deutlich anders und wandte sich um Hilfe an das Bundesheer, das sich nun mit der Causa rechtlich zu befassen hat.

Wir haben beim Bundesheer um Presseauskunft gebeten. Unter anderem mit der Frage, ob die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde.

Vom Kindergärtner zum Bischofsvikar

Der mutmaßliche Belästiger begann seine Berufslaufbahn als Kindergärtner. Wir sollten uns doch einmal dafür interessieren, was zum Ende der Kinderbetreuungskarriere führte, riet man uns.

Militärgymnasiasten

Ein besonders „geschmackiger“ Vorwurf — weil im Umfeld Minderjähriger — betrifft die Tätigkeit beim Militärgymnasium: Es wird von sonderbaren Spielchen berichtet. Die Frage einer Beteiligung wäre hier aber noch zu klären.

Die andere Seite des Bischofsvikars

An wem allerdings kein Gefallen gefunden wurde, der durfte mit Verhöhnungen rechnen, so die Hinweise. Da wurden die Köpfe der Unliebsamen schon einmal in einem Spottbild in Nonnenkleidung montiert — so verhöhnt man die geistlichen Schwestern gleich mit.

Bischof Freistetter: ein Jahr danach — nichts dazugelernt

Für einen Bischof — und noch viel mehr für die Kirche — muß es eine Art Supergau sein, wenn nach einem Bischofswechsel eine neue Clique binnen Monatsfrist an den Schaltstellen installiert wird, die dann durch ein Verhalten auffällig wird, das in krassem Widerspruch zu katholischen Grundprinzipien steht.

Bischofsvikar weiterhin in Amt und Würden — Militärbischof Freistetter ablösereif

Unverständlich allerdings, daß bei derartig schwerwiegenden Vorwürfen (wir haben vorerst nur von einem Teil berichtet) — selbstverständlich gilt für den Bischofsvikar die Unschuldsvermutung — der Beschuldigte weiterhin alle Funktionen ungeschmälert ausübt.

Die Vorwürfe wären doch leicht zu klären, zumal Kardinal Schönborn (der vom Fall Kenntnis hat), Bischof Freistetter und die zuständige Kommission des Bundesheeres beispielsweise Zugriff auf die mehr als 20.000 Belästigungsnachrichten haben.

Benachrichtigung der Glaubenscongregation?

Interessant wäre auch, ob der Militärbischof pflichtgemäß die Glaubenscongregation von dem Vorfall informiert hat.

Dort dürfte man wenig Verständnis dafür haben, daß innerhalb eines Jahres die Frage einer (mutmaßlichen) homosexuellen Belästigung zum zweiten Mal zur Diskussion steht.

Schweigen der Medien

Bisher ist es jedenfalls gelungen, die Causa vor der Öffentlichkeit zu verbergen — plötzlich finden manche Medien, die sonst keine Attacke auf Kirche und Bundesheer auslassen, plötzlich an (mutmaßlichen) Übergriffen nichts Berichtenswertes. Wohl, weil der Themenbereich Homosexualität anklingt.

Hartes Durchgreifen nötig

Wenn es zu keinen grundlegenden Klarstellungen zu homosexuellen Übergriffen kommt, die auch die Triebgesteuertsten verstehen, so ist es nur eine Frage der Zeit, wann der dritte im Bund folgt.

Hinweise

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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