Freitag, 2. Juni 2017
Eleison Kommentare DXVI (516)

Geständnis eines Banksters

Bischof Williamsons Eleison Kommentare,
Nummer DXVI (516)

Ein Bankster tat den mut’gen Schritt vom Dunkel in das Licht?
Vergesset beim Gebet die Scharen noch Verirrter nicht!

 

Was für ein Drama erlebt doch eine jede Seele, die an jedem Tage ihres kurzen Erdenlebens Gebrauch von ihrem freien Willen machen kann, um entweder die Wahrheit Unseres Herrn Jesus Christus zu wählen und dadurch der ewigen Seligkeit teilhaftig zu werden oder aber sich für die verderblichen Ränke des Teufels zu entscheiden und sich damit den ewigen Qualen der Hölle zu überantworten! „Gott läßt sich nicht spotten“ (Galater VI, 7), aber Er sorgt sich um jede einzelne Menschenseele und tut, was er kann, um sie in den Himmel zu führen — außer ihr ihren freien Willen zu nehmen. Dennoch ziehen die meisten Seelen die Hölle vor (Matthäus VII, 13—14). Allerdings findet man im Internet (youtu.be/cRuKmxQSPSw) die Schilderung des Dramas einer Seele, die zum Lichte strebte — eines holländischen Bankers unserer Zeit, der tief in die Schlingen des Teufels verstrickt gewesen war.

Ronald Bernards liebloser Vater überzeugte ihn als Kind davon, daß die Welt und die Menschen „alles andere als gut“ seien. Deshalb war es in seiner Jugend sein höchstes Ideal, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Dank seinen natürlichen Gaben war er auf verschiedenen Geschäftssektoren erfolgreich, doch eines Tages sagte ihm ein Makler, mit dem er zusammenarbeitete, wenn er wirklich an das ganz große Geld herankommen wolle, müsse er im Finanzwesen einsteigen, immer vorausgesetzt, er sei dazu fähig, „sein Gewissen einzufrieren.“ Er folgte diesem Rat und ging ins Finanzwesen, wo es ihm seine Talente ermöglichten, immer höher aufzusteigen.

Seinen Worten nach schaffte er es zwar nie bis ganz an die Spitze, kam aber immerhin in deren Nähe. Die Banken, für die er tätig war, brauchten Agenten, die riesige Geldströme so manipulierten, daß niemand außer den Eingeweihten herausfinden konnte, was gespielt wurde. Auf diese Weise, meint Ronald Bernard, behaupte die Elite ihre Position, während der Rest der Gesellschaft unterdrückt werde. Und „wenn du wissen willst, was wirklich geschieht, folge dem Geld.“ Das „Spiel“ — wie er es nennt —, gewaltige Geldsummen zu manipulieren, gefiel ihm ungemein, und er spielte es fünf Jahre lang meisterhaft. Dabei erfuhr er, wie hinter den Kulissen Banker, Regierungen, Geheimdienste, terroristische Organisationen etc. alle unter einer Decke stecken, so daß „die ganze Welt, so wie wir sie zu kennen glauben, nichts weiter als eine Illusion ist, an die wir glauben.“

Doch zugleich sah er, welches Elend die Tyrannei des Geldes über die Menschen bringt, und sein Gewissen erwachte langsam aus seinem Tiefschlaf. Als ihm ein Kollege mitteilte, eine ihrer Finanzoperationen, bei der Liras auf den Markt geworfen wurden, habe das Geschäft eines Familienvaters ruiniert und ihn in den Selbstmord getrieben, lachte Ronald Bernard zuerst, entdeckte dann jedoch, daß die meisten Leute, mit denen er beru flich zu tun hatte, Luziferianer waren, die Luzifer sehr ernst nahmen. Er hingegen fand ihre Zeremonien lustig — bis zu dem Tage, an dem er eingeladen wurde, sich an der Zeremonie eines Kinderopfers zu beteiligen. Die Luziferianer wollten ihn in ihren Griff bekommen, um ihn im Fall einer Teilnahme an diesem Ritualmord beliebig erpressen zu können. Er erinnerte sich an seine eigene traurige Kindheit und lehnte die Einladung ab. Dann begriff er, daß es „eine ganze unsichtbare Welt gibt,“ und er begann zu lesen, Entdeckungen zu machen und Querverbindungen zu ziehen. Nicht aus einem törichten Vorurteil heraus, sondern aufgrund seiner bitteren Erfahrung empfiehlt er jedem, der das moderne Leben so sehen will, wie es tatsächlich ist, die Protokolle der Weisen von Zion zu lesen. Seinen Worten nach gibt es eine Gruppe ungeheuer mächtiger Menschen, die „intensiven Haß, Zorn in sich tragen … eine alles zerstörende Kraft, die unseren Mut haßt, die Schöpfung haßt, das Leben haßt und uns vollständig vernichten will.“ Katholiken, welche diese Schilderung der Realität ignorieren, tun das auf eigene Gefahr. Die beste Verteidigung gegen diese ist der Rosenkranz.

Was Ronald Bernard betrifft, so versuchte dieser weiterzumachen, doch die Spannung zwischen seiner Arbeit und seinem Gewissen war unerträglich geworden. Sein Körper machte nicht mehr mit, und er brauchte ein Jahr, um wieder zu Kräften zu kommen, denn während er einen Ausweg aus der Finanzwelt suchte, wurde er gebührend „bearbeitet,“ um zu verhindern, daß er je die Namen der Korporationen oder Kollegen ausplauderte, mit denen er gearbeitet hatte. Er kapierte jetzt, weshalb so viele seiner Kollegen dem Alkohol oder dem Rauschgift verfallen oder bereits tot waren, während die Tatsache, daß sich ihm die ganze nicht-materielle Welt eröffnete, ihm klargemacht hatte, daß „er“ mehr als nur sein Körper war, und diese Einsicht half ihm dabei, den völligen Zusammenbruch se ines Körpers zu überleben.

Trotz der vielen Schritte, die er bereits zum Lichte hin getan hat, erwähnt Ronald Bernard in diesem Gespräch weder Gott noch Jesus Christus, doch selbst diese Auslassung könnte eine Gnade Gottes sein, um Zugang zu den Millionen Internet-Seelen zu finden, die meilenweit weglaufen, wenn sie auch nur Gottes Heiligen Namen hören. Es ist die Aufgabe der Katholiken, die den Glauben besitzen, für die zahllosen Seelen zu beten, die tief in die vielfachen Illusionen des modernen Lebens verstrickt sind.

 

Kyrie eleison.

 

(2. Juni 2017)

 

 

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