Samstag, 28. Mai 2016
Eleison Kommentare CDLXIII (463)

Argentinische Bestätigung

Bischof Williamsons Eleison Kommentare,
Nummer CDLXIII (463)

Unheilspropheten sind unerwünscht gar im eigenen Land.
Doch sagt der Weise: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“

 

Ein Leser aus Südamerika bestätigt, was ein Leser aus Nordamerika vor einigen Wochen hier schrieb. Seien Sie, liebe Leser, getrost, weil nächste Woche einige konstruktive Vorschläge folgen werden.

„Dieser nordamerikanische Bruder im Glauben aller Zeiten beschreibt auf hervorragende Weise die Gegenwart und Zukunft, und ich stimme ihm vollständig zu. Über 30 Jahre lang haben ein paar Freunde und ich davor gewarnt, wie die heutige, und aus menschlicher Sicht unumkehrbare Situation enden wird. Auch wenn wir sehen, was kommen muß und jetzt vor der Tür steht, so sind wir doch nur wenige. Wundert es daher, daß die Menschen, welche uns sagen hören, daß sie sich vorbereiten sollen, nur Anstoß an unseren Befürchtungen nehmen? Könnte jemand für etwas anderes uns halten als Spaßvögel, Nihilisten oder Verrückte?“

„Diese Menschen stecken, wie alle anderen auch, bis über beide Ohren in ihrem Alltagstrott: das regelmäßige Gehalt erarbeiten, genug zum Begleichen ihrer Rechnungen verdienen, sowie ausrechnen, ob sie die Aufnahme neuer Schulden sich leisten können. Für solche Menschen ist es schierer Wahnsinn und eine psychotische Ablenkung, wenn wir mit ihnen über eine mögliche Bankenkrise oder sogar über eine apokalyptische Katastrophe sprechen. Sie wollen nicht akzeptieren, daß das wackelige Kartenhaus, für dessen Errichtung inmitten eines Labyrinths aus Finanzpropaganda und von der Bank angebotenen Fesselkrediten sie so viel geopfert haben, komplett in sich zusammenfallen kann. Durch ihr verzweifeltes Streben nach niedrigeren Leihgebüren oder zinsloser Finanzierung sind sie ständig bemüht, ihren Lebensstil, den perversen Konsumismus, aufrechtzuerhalten und ihre Köpfe im modernen Morast begraben zu halten.“

„Wer, außer einem angeblich „Verrückten,“ denkt da an Wasserquellen, an Konservendosen, an selbst angebaute Lebensmittel, an vom elektronischen Weltn etz unabhängige Informationsquellen, an unkonventionelle Energiequellen, an auf schweren Akkus laufende Drucker, an Bögen von A4-Papier, an Materialien zum Buchbinden; an grundlegende Medikamente, Desinfektionsmittel und Anästhetika; an chirurgische Instrumente; an feste Brennstoffe, insbesondere Holz, Kohle und Flüssigkraftstoff, etc, etc, also an alles Notwendige, um den schlimmsten Eventualitäten zu trotzen. Denn ich bin felsenfest davon überzeugt, daß dies vor uns liegt, weil niemand einer Krise wie der unseren entkommt, ohne daß zuvor eine noch nie dagewesene weltweite Reinigung stattfindet.“

„Doch die wichtigste Vorbereitung ist die geistliche: in die Lage sich versetzen, in den anstehenden schrecklichen Momenten die eigenen Bedürfnisse beiseite zu lassen und denen zu helfen, welche am nächsten uns sind, indem wir ihnen ein Wort der Ermutigung geben, ein Stück Brot, ein wenig Wasser, sowie eine Erklärung, warum diese Katastrophe über uns gekomm en ist. Dadurch können diese Menschen, von den überwältigenden Ablenkungen der Welt herausgerissen, anstatt Gott zu beschuldigen, den wahren Weg zur Rettung ihrer Seelen wiederentdecken. Eine Mutter aus Syrien erzählte einer Ordensschwester aus meinem Land, daß der Angriffskrieg, welchen sie zurzeit in Syrien erleiden müssen, ihnen beim Erkennen half, wie doch der Komfort, in welchem sie lebten, zum Verlust ihrer einfache Lebensweise beitrug, wo doch diese Einfachheit für wahre Christen so notwendig ist. Inmitten der Krise wären sie nun glücklicher als zuvor, weil sie jetzt auf das Wesentliche sich konzentrieren: auf das Alltagsleben des Christenmenschen, welcher seine Augen zu Gott und zur Heiligen Jungfrau Maria erhebt.“

„Darum sehe ich trotz des Bösen um uns herum gute Neuigkeiten überall, welche in mir Freude und Hoffnung inspirieren auf grenzenlose himmlische Möglichkeiten, die gegenwärtig noch unvorstellbar sind, bis diese perverse Welt besie gt und ausgelöscht ist. Ich sehe Menschen, welche unter Opfern um ihre Nachbarn sich kümmern; das ehrenwerte Leben vieler Soldaten; die Beispiele von Märtyrern; Familienväter, welche danach streben, ihren Kindern eine christliche Erziehung angedeihen zu lassen; Tausende von Menschen, welche ähnlich wie der eingangs genannte, nordamerikanische Traditionalist denken; reagierende Traditionalisten; und viele andere Beispiele mehr. Das sind wahrlich gute Nachrichten, welche unsere Seelen erfrischen sollten mit der kühlen Brise des Vertrauens auf Gott. Denn er verläßt uns nie, und es genügt für uns, dem Leben seines Sohnes nachzueifern. Weil die Erlösung immer das Leiden voraussetzt, ist immerhin absolut gewiß, daß diese schändliche und pervertierte teuflische Lügenwelt nicht von sich selber fallen wird, sondern nur nach einer beispielhaften Züchtigung.“

 

Kyrie eleison.

 

(28. Mai 2016)

 

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