Sonntag, 1. Februar 2015
„Karnikel“-Sydrom

Vielehe auch für „Karnikel“-Katholiken?

Graz-Seckau-Administrator Hw. Heinrich Schnuderl wünscht sich eine Zweitehe ohne Scheidung — ab der (Unzuchts-)Synode im Herbst 2015.

Hw. Heinrich Schnuderl, Administrator der Diözese Graz-Seckau, ist der erste hochrangige Kirchenfunktionär, der die Vielweiberei für Katholiken ermöglicht haben will [Photo: Katholische Kirche Steiermark, Neuhold]

Dammbruch nach Rückzug von S. E. Bischof Egon Kapellari

Knapp nach seinem 79. Geburtstag und nach 33 Jahren als amtierender Bischof (zuerst von Gurk-Klagenfurt, danach von Graz-Seckau) hat S. E. Bischof Egon Kapellari die Freistellung von seinen bischöflichen Funktionen erreicht.

Verständlich, aber zum Schaden der Diözese. Denn hier kriechen die Anti-Rom-Katholiken (vielleicht sogar in Wesensgemeinschaft mit dem Anti-Rom-Aushilfspapst), die ihren Ortsbischof mit Kräften torpediert haben, wieder gestärkt aus ihren Löchern.

Hw. Schnuderl zum Administrator gewählt

Am vergangenen Mittwoch (28. Jänner 2014) wurde Hw. Heinrich Schnuderl, der bis dato amtierende Generalvikar (seit 2011) mit einem großen Herz für Homo-Unzüchtler, vom „achtköpfigen Domkapitel“ (klingt irgendwie nach Hydra, oder?) zum Administrator der Problemkatholiken-Diözese ernannt.

Zu seinem Amtsantritt erfolgte die üblichen Höflichkeitsgesten dem abgetretenen Ortsbischof gegenüber.

Hw. Schnuderl und Hw. Schauer wollen nicht Bischof von Graz-Seckau werden

In Gesprächen mit dem anti-katholischen Staatsfunk ORF, Redaktion Steiermark, haben Hw. Schnuderl und Hw. Schauer (Mariazell) zum Wohle der Diözese beteuert, nicht Bischof von Graz-Seckau werden zu wollen. Und das ist gut so.

„Neuausrichtung“ der Seelsorge 

Hw. Schnuderl, ein 71jähriger Bäckersohn aus Graz, ist ein begeisterter Vertreter der modernistischen Konzilskirche, die im wesentlichen für den Glaubensverlust die Hauptschuld trägt.

In einem Gespräch mit der anti-römischen Tageszeitung „Kleine Zeitung“ vom 1. Februar 2015 stellt er dann auch die Neuausrichtung der Seelsorge in den Raum: „Es gehe um eine erneuerte Lektüre des Zweiten Vatikanischen Konzils – es ist der Kompa[ß] für die Erneuerung der Kirche“, palavert Hochwürden.

Hw. Schnuderl spricht von einer „Erneuerung der Kirche“, nicht von einer Erneuerung des Glaubens!

„Neustart für Gläubige“

Eine originelle theologische Position vertritt Hw. Schnuderl im genannten Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ in der Frage (der Unmöglichkeit) der Kommunion für Wiederverheiratete: Es müsse in der Kirche einen „Neustart für Gläubige“ geben?

Wo Hochwürden die theologische Grundlage dafür gefunden haben will, verriet er leider nicht.

„Zurück zur Natur“ mag sich Hw. Schnuderl bei seiner Erfindung der Vielweiberei für Katholiken gedacht haben — Negerhäuptling der Buntuku in der britischen Kronkolonie Goldküste in Afrika mit seinen zwölf Frauen [Bild: kreuz-net/Archiv]

Besonders originell: Die Vielehe für Katholiken

Warum sich Hw. Schnuderl stets vehement gegen die letzten missionarisch tätigen Geistlichen (wie etwa den ehemaligen hw. Pfarrer von St. Veit am Vogau), die vor dem Eindringen des Islam aus guten Gründen gewarnt haben, gewandt hat, wird nun deutlich: Hw. Schnuderl ist offenbar vom Islam (oder den afrikanischen Negerstämmen) so begeistert, daß er dessen Regelung von der Vielweiberei als Vorschlag für die (Homo-)Synode im Herbst vorschlägt: die „katholische“ Vielehe.

Die Begrenzung auf zwei Frauen (statt der vier des Islam) trägt der „Karnikel“-Warnung des Aushilfspapstes Rechnung. 

Denn „Eine ‚katholische Scheidung‘ wird es nie geben, aber vielleicht eine zweite Ehe mit dem Segen Gottes. Ich hoffe, da[ß] die Synode im Herbst Möglichkeiten eröffnet“, schwätzt Hw. Schnuderl im oben genannten Interview.

Ein saumieser „Theologe“?

Wie Hw. Schnuderl zur Erkenntnis der Gottgewolltheit der Vielehe gekommen ist, verrät er uns leider nicht.

Vielleicht ist er auch nur ein saumieser Theologe.

In Zeiten von „Karnikel“-Warnungen vom Gast in Rom wäre das auch nicht verwunderlich.

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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