Mittwoch, 23. Jänner 2013
Antisemitismus

Karl Renner: „Ich vermisse ... ein Amt, das endlich das uralte Programm des Judenpogroms erfüllt.”

Nach dem Judenhasser und NS-Kollaborateur Renner ist in Wien der Abschnitt des Rings benannt, an dem sich das Parlament befindet.

Die geistig Verwandten Karl Renner und Adolf Hitler in einer Karikatur von Crepaz

In der 4. Sitzung des Nationalrates am 23. November 1920, nach dem Wahlsieg der Christlichsozialen in Österreich, wurde Renners Antisemitismus offensichtlich: „Der Wahlkampf wurde eigentlich nicht um diese Dinge geführt, sondern um … die Judenfrage. Sie werden Gelegenheit haben, die Judenfrage zu lösen (Heiterkeit und Beifall). … Im Jahr 1896 [Anm. d. Red: Wahlerfolg des christlichsozialen Karl Lueger in Wien], …, sind Sie in Wien zum Siege gekommen. Seitdem vernichten Sie immer die Juden und unterdessen sind die Juden reich geworden. Während sie in unserer Jugend, Herr Kunschak, noch bescheiden in der Leopoldstadt wohnten, haben sie jetzt Mariahilf und alle Bezirke überschwemmt ... Wir haben nichts dagegen, wenn Sie Herrn Kollegen Kunschak als Minister ohne Portefeuille für die Judenfrage einsetzen (lebhafte Heiterkeit – Beifall), aber der erstaunliche Eifer, den Sie zeigen, läßt schon die Verlegenheit verraten, daß Ihnen die ganze Frage sehr dornig ist. Ich bin überzeugt, wenn Sie keine Juden hätten, der Herr Jerzabek würde selbst nach Ostgalizien fahren und tausend Ostjuden herbringen als Agitationsmittel (Stürmische Heiterkeit. – Beifall und Händeklatschen).“

Renner vermißt ein Judenpogrom

„Und ich vermisse, daß Sie das nicht eingerichtet haben, … ein Amt, das endlich das uralte Programm des Judenpogroms erfüllt, einen Spezialminister für Judenfragen (Heiterkeit) …, damit doch endlich gezeigt wird, daß Sie mit der Judenverfolgung ernst machen. Denn mit dem heimlichen Hin- und Herlaufen bei den Banken, mit den Beziehungen zu den Bankdirektoren, mit all diesen Dingen wird sich der Antisemitismus nicht aus der Welt schaffen lassen und das Judentum noch weniger, das dabei gedeiht.“ (21. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich am 7. März 1921)

„Freudig mit Ja“ zum Anschluß an Hitler-Deutschland

Wenige Jahre später, nach dem Einmarsch des national-sozialistischen Hitler-Deutschland in Österreich, wird sich der Judenhasser Renner dem Wiener Gauleiter für eine Plakatserie für ein „freudiges Ja“ zum Anschluß anbiedern, nachdem die „20jährige Irrfahrt“ (also die Zeit der ersten Republik) Österreichs endlich zu Ende war. Nach Rücksprache mit dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß warb Renner für den Anschluß in einem Interview mit dem gleichgeschalteten „Neuen Wiener Tagblatt“.

Die Anbiederung Renners an die National-Sozialisten „in der glücklichsten Stunde [s]eines Lebens“ ist vom anwesenden NSDAP-Vizebürgermeister Neubacher dokumentiert (siehe: Wie Karl Renner Österreich verraten hat).

Renner selbst nennt (so Walter Rauscher: Karl Renner, Ueberreuter 1995, S. 299) das politische System des  NS-Staates als „militarisierten Staatssozialismus“, worin der Grund für sein Werben gelegen sein dürfte.

Für Renner war der Weg von der SDAP (Sozialdemokratischen Arbeiterpartei), der er angehörte, zur NSDAP offenbar nur ein kurzer.

Ehrung der Republik

Die Republik Österreich ehrt den NS-Kollaborateur Renner mehrfach. So heißt der Abschnitt des Rings, an dem das Parlament steht, Dr.-Karl-Renner-Ring.

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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