Mittwoch, 9. April 2014
Politischer Katholizismus

Linke Gedenkstein-Stürmer

Linke Journalisten und linke Polithistoriker nehmen wieder ihren Klassenfeind Engelbert Dollfuß ins Visier. Nach deren Vorstellung sollen die Kirche und die ÖVP auf journalistischen Zupfiff dem Geschichtsrevisionismus dienen.

Gedenktafel für den von den National-Sozialisten ermordeten, katholischen Bundeskanzler Dollfuß in Heinrichs bei Weitra, der 1934 sozialdemokratisch-nationalsozialistische Diktaturen verhindert hat [Bild: kreuz-net]

Die Stürmer – ein linkes Idealbild

Die antikatholische, projüdische Tageszeitung „Der Standard“ startete Anfang Februar 2014 wieder eine Kampagne gegen einen österreichischen katholischen Politiker.

Jetzt haben die linken Gedenkstein-Stürmer vom „Standard“ ein Kriegerdenkmal mit einem Dollfuß-Gedenkstein im niederösterreichischen Heinrichs bei Weitra im Visier.

Am 12. Februar 2014 lancierten mte (wohl Marie-Theres Egyed) und pm (wohl Peter Mayr) eine mediale Attacke gegen die „Dollfuß-Gedenktafel bei Weitra“.

Sozialistische Diktatur verhindert

Der katholische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß gilt als Lieblingsziel des linken österreichischen Geschichtsrevisionismus, hat er doch in Österreich die geplante Umwandlung in eine sozialistische Diktatur durch rechtzeitiges Einschreiten verhindert.

Am 12. Februar 1934 hatte die Gendarmerie im Linzer „Hotel“ Schiff, in dem die angeblich friedliebenden Sozialdemokraten ein umfangreiches Waffenlager angelegt hatten, auf Anweisung von Richard Bernasek das Feuer auf die Polizei eröffnet. Das war das Signal für das Losbrechen der roten Putschisten und somit der Beginn des Februarputsches der Linken.

Kampfbündnis der „Sozialdemokraten“
mit den National-Sozialisten

Bernasek wird verhaftet, wenige Tage später durch einen mit den National-Sozialisten kollaborierenden Gefängniswärter zusammen mit National-Sozialisten befreit, auf Kosten der NSDAP untergebracht. In München trifft er den dortigen NSDAP-Gauleiter.

Bernasek schreibt im April 1934 in München, daß er versucht hatte, ein Kampfbündnis mit den National-Sozialisten herbeizuführen, bestärkt „durch die starke sozialistische Tendenz, die in den Massen der  NSDAP. vorhanden war und in den Reihen der SA. deutlich zum Ausdruck kam“. (Zitat aus: Richard Bernasek: Die Tragödie der österreichischen Sozialdemokratie, in: Österreich, Brandherd Europas, Zürich 1934, S. 258)

Gedenktafel „unumstritten“

Die Schreiberlinge meinten im Einleitungssatz zwar, Engelbert Dollfuß sorge „weiter für Diskussionen“, fanden dann vor Ort offenbar aber niemanden, der dies bestätigen konnte.

Vielmehr befanden befragte Einheimische die Tafel als „unumstritten“ und „völlig in Ordnung“.

Einzig Florian Wenninger, ein Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien, sah hier „Handlungsbedarf“.

In der Folge wurde mit dem Un-Thema auch die Diözese in St. Pölten traktiert, hatte doch bei der St. Pöltener Prandtauerkirche schon einmal der Ortsbischof auf Zurufe antikatholischer Medien „systemkonform“ reagiert und eine Altarausmalung auf Kosten der Kirche wieder entfernen lassen.

Die Gedenktafel bleibt

Enttäuscht faselten in der „Standard“-Ausgabe vom 9. April 2014 („Dollfuß-Gedenktafel bei Weitra: Tafel bleibt, Kruckenkreuz wird entfernt“) Marie-Theres Egyed und Peter Mayr: „Mit der Idylle im niederösterreichischen Heinrichs ist es vorbei. Schuld ist eine Gedenktafel neben dem Eingangstor.“

Soweit das falsche Wunschdenken der beiden linken Journalisten.

Bei einer Nachfrage im Ort war von alledem nichts zu merken. Im Ort sieht man eigentlich keinen Handlungsbedarf.

Das muß auch der „Standard“ eingestehen und kann nur berichten, daß der ÖVP-Bürgermeister Otmar Kowar aus dem Ort und „aus ganz Österreich“ zahlreiche Zuschriften erhalten habe, die Gedenktafel solle bleiben.

Weitsichtiger Bürgermeister

Bürgermeister Kowar hat im Zuge der Medienhetze bemerkt, daß das Wissen um die Zwischenkriegszeit und um Bundeskanzler Dollfuß schwindet und plant eine Informationsveranstaltung für die Ortsansässigen. Ein guter Weg.

Sonst scheint er sich die Einflußnahme aus Wien auf seine Gemeinde zu verbieten – eine gute ÖVP-Tradition.

„… aber das Kreuz kommt weg“

Die linken Journalisten präsentieren dem Leser einen der Vorschläge als quasi vereinbart: Die Gedenktafel bliebe, aber das „Kreuz kommt weg“, der Begleittext würde abgeändert werden.

Ob damit der „Standard“ bewußt manipulieren wollte, wissen wir nicht. Jedenfalls ist der Gemeinderat, auf dessen Beschluß auch das Denkmal in der Zwischenkriegszeit errichtet wurde, zuständig.

Und solange dieser keinen Beschluß gefaßt hat, kann auch der „Standard“ von keinem derartigen berichten.

Die Hintergründe und die Beteiligten

Als Autoren der „Standard“-Kampagne zeichneten Marie-Theres Egyed und Peter Mayr.

Marie-Theres Egyed, Jahrgang 1982, hat erst nach doppelter Studiendauer bei Univ.-Prof. Oliver Rathkolb (siehe dazu: „Die Hi-Hi-Hi-Historikerkommission des roten Parteigeschichtlers Oliver Rathkolb“) ihre Diplomarbeit an der Wiener Universität abgeschlossen. Sie ist nach „Standard“-Anmerkung „weder adelig, noch katholisch, noch Monarchistin“. Das ist leicht zu bemerken.

Der sozialistische Parteihistoriker Oliver Rathkolb war lange Zeit in der „Stiftung Bruno Kreisky Archiv“ tätig. Das war offenbar die nötige „Qualifikation“, um im Auftrag von SPÖ-Stadtrat Mailath-Pokorny verfolgenswerte Namensgeber von Wiener Straßen auszusondern.

Er fand auch welche, katholische eben: Zum Beispiel den Heiligen Capistran, den Heiligen Karl Borromäus, Hw. Abraham a Santa Clara, Marco d’Aviano, Kardinal Innitzer oder Bundeskanzler Seipel.

Den roten Nazi-Kollaborateur Karl Renner, der für den Anschluß an das NS-Deutschland geworben hatte, exculpierte er.

Der „Standard“-Zweitautor Peter Mayr ist ein geschaßtes Mitglied einer Wiener CV-Verbindung (Österreichischer Cartellverband). Gemeinsame Publikationen mit Journalisten aus dem linksextremen Bereich (wie etwa Wolfgang Purtscheller, dessen Freunde den Masten von Ebergassing gesprengt hatten) waren für seinen Ausschluß mitbegründend.

Florian Wenninger und Lucile Dreidemy (eine gebürtige Französin) waren am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien bei Oliver Rathkolb beschäftigt und arbeiten derzeit noch an Projekten mit.

Mitbegründet wurde dieses Institut für Zeitgeschichte von Univ.-Prof. Dr. Ludwig Jedlicka, der nach eigenen Aussagen (berichtet von Prof. Kurt Dieman) am Sturm der Hitlerjugend auf das Erzbischöfliche Palais 1938 maßgebend beteiligt war.

Intention des Beitrags könnte auch eine Bewerbung eines im Herbst erscheinenden Buches über Dr. Engelbert Dollfuß on Lucile Dreidemy sein. Dessen inhaltliche Schlagseite ist leicht vorherzusagen.

Hinweise

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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