Dienstag, 18. Februar 2014
Höllenstrafen

Der Himmel ist ewig – die Hölle auch

Wer die Ewigkeit der Höllenstrafen leugnet, die sofort nach dem persönlichen Gericht eintreten, bewegt sich auf der Ebene der falschen Seelenwanderungstheorie.

Arme Seelen im Fegefeuer. Klagenfurt/Kärnten, Stadtpfarrkirche St. Egid, Ausschnitt der Darstellung von 1703 der vier Armen Seelen im lodernden Fegefeuer. In unmittelbarer Nähe wurde der Unzüchtler Graham Greene mit seinem Bettkumpanen (und „Adoptivsohn“) auf bischöfliche (!) Veranlassung in einer Gruft versenkt. [Bild: kreuz-net.info]

Das Lehramt der Kirche

Die Seelen derer, die im Zustand der persönlichen schweren Sünde sterben, gehen alsbald nach dem Tode in die Hölle hinab. So lehrte Papst Benedikt XII. in der dogmatischen Konstitution „Benedictus Deus“ (1336).

Schon das Symbolum Quicumque sagt: „Die aber Böses getan haben, werden in das ewige Feuer eingehen.“

Das Caput Firmiter des 4. Laterankonzils (1215) erklärt: „Jene (die Verworfenen) werden mit dem Teufel eine immerwährende Strafe empfangen.“

Am Jüngsten Tag werden auch die Leiber der Verdammten in Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit auferstehen, ohne jedoch verklärt zu werden. So wird auch ihr Leib von da an der ewigen Höllenstrafe anheimfallen.

Die Kongregation für Glaubenslehre hat in einem Schreiben (1979) in Erinnerung gerufen, was zwischen dem Tod des einzelnen und der allgemeinen Auferstehung geschieht. Die Seele des Menschen, die mit Bewußtsein und Willen ausgestattet ist, entbehrt zwar der Körperlichkeit, dauert jedoch nach dem leiblichen Tod ununterbrochen fort.

Der Irrtum des Reformators

Die sog. Ganztodtheorie ist eine Konsequenz der vielen Irrtümer Martin Luthers: Sie verkündet, daß der Verstorbene ganz tot sei, möglicherweise bis zum Jüngsten Tag. Manche ihrer Vertreter berufen sich auf ein Wort Luthers, daß man bei der Auferstehung nur eine Stunde geschlafen zu haben glaubt.

Abgesehen von allen anderen Schwierigkeiten philosophischer und theologischer Natur, die mit solchen Auffassungen einhergehen, beruht diese Auffassung auf dem grundlegenden Irrtum Luthers: der Leugnung der menschlichen Willensfreiheit. Diese Freiheit ist nämlich das Zünglein an der Waage beim persönlichen Gericht des einzelnen.

Das ausschlaggebende Moment:
die menschliche Willensfreiheit

Die sofort eintretende beseligende Gottesschau oder Verdammnis läßt sich folgendermaßen begründen: Solange der Mensch sich auf dem Pilgerweg des Glaubens befindet, ist er vor die beständige Entscheidungen zwischen Gut und Böse gestellt, die er kraft seiner Willensfreiheit zu vollziehen hat. Er besitzt noch nicht jene Gotteserkenntnis, die durch das Glorienlicht kommt – daher die Notwendigkeit der Entscheidung für oder gegen Gott.

Im Augenblick des Gerichtes aber hört der Pilgerstatus des Glaubens auf, und der Mensch erlangt die volle Erkenntnis. Dies bedeutet zugleich das Ende seiner Willensfreiheit: Wie er sich in diesem Augenblick bettet, so liegt er für die ganze Ewigkeit.

Daher kann Gott einen Verdammten unmöglich begnadigen. Dies würde bedeuten, daß er jemanden, der sich bereits in voller Erkenntnis endgültig entschieden hat, auf den Pilgerweg des Glaubens zurückversetzen müßte – ja daß der Betreffende quasi re-inkarnieren müßte. Ein solches Vorhaben ist jedoch wegen der Einfachheit und Unteilbarkeit der menschlichen Seele unmöglich.

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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