Mittwoch, 6. November 2013
Buchbesprechung

Warum lächelt der Dalai Lama?

Wer diese Frage stellt, kann einige höchst aufschlußreiche Ansatzpunkte im Buch von Bruno Waldvogel-Frei „Das Lächeln des Dalai Lama“ finden (Witten, Stiftung Christliche Medien, 2. Auflage 2008).

Bruno Waldvogel-Frei, „Das Lächeln des Dalai Lama“, Witten: Stiftung Christliche Medien, [Zitate aus] 2. Auflage 2008, SCM R. Brockhaus Verlag, 3. Auflage 2009, 160 Seiten, 978-3-417-26253-7

Leseproben im Wortlaut

Anbei einige Auszüge für den interessierten Leser (besonders für FeministInnen):

Die Frauen in der Sicht des historischen Buddhismus (S. 16 ff.): Frauen und alles Weibliche sind etwas Minderwertiges und müssen überwunden werden. Das ist der Hintergrund von Zitaten wie folgenden: ‚Man plaudre eher mit Dämonen und Mördern mit gezücktem Schwert, berühre eher giftige Schlangen, selbst wenn ihr Biß den Tod bewirkt, als daß man plaudere mit einem Weibe ganz allein.‘ […] Da ja die Wiedergeburt ein Fluch ist, ist die Frau, die gebärt, logischerweise mit ein Grund zum Unglück.“

Der lamaistische Buddhismus ist Sexualmagie (S. 18 ff.): Das Weibliche wird vom Yogi absorbiert und manipuliert, um dann von ihm beherrscht zu werden. […] In den tantrischen Texten auffallend häufig erwähnt werden die ‚erotischen‘ Bannsprüche, die den Yogi befähigen sollen, sich Frauen für seine sexualmagischen Rituale zu beschaffen. […] Es findet also kein gegenseitiger oder gleichwertiger Austausch sexueller Energien statt. Vielmehr begegne uns hier eine Art ‚sexueller Vampirismus‘.“

Das tantrische Frauenopfer (S. 27 ff.): Der tantrische Yogi vereinigt sich mit der (realen oder imaginierten) Frau nicht nur im sexuellen Akt, sondern vor allem dadurch, daß er ihre heilige Gynergie, die magische Kraft der Maya, verspeist. Manchmal trinkt er deswegen auch das Menstruationsblut seiner Partnerinnen. Erst wenn das weibliche Blut auch durch seine Adern pulsiert, wird er ganz, ein Androgyn, ein Herrscher über beide Geschlechter.“

Das Gesetz der Umkehrung (S. 31 ff.): Es gibt Rezepte, die zwischen den verschiedenen menschlichen Körperteilen unterscheiden und den Genuß von Hirn, Leber, Lungen, Eingeweide, Hoden und so weiter für bestimmte Zeremonien fordern. Die fünf tabuisierten Fleischarten haben sakralen Charakter. […]
Diejenigen, ‚die Kot und Urin zu ihrer Nahrung machen, werden wahrlich glücklich sein‘, verspricht das Ghuyasamaja-Tantra. […] Am meisten wird natürlich für die Ausscheidung des höchsten Hierarchen, des Dalai Lama, geboten. Über den Aufenthalt des jungen Gottkönigs in Beijing (1954) liegt ein Bericht vor, der besagt, daß man den Kot seiner Heiligkeit täglich in einem goldenen Topf sammelte, um ihn anschließend nach Lhasa zu schicken und dort zu einem Medikament zu verarbeiten.“

Ritualmord (S. 34 ff.): Die Vernichtung von Gegnern durch magische Mittel gehört zur Grundausbildung jedes tantrischen Adepten. […] Der Engländer Sir Charles Bell besuchte in den 1930er Jahren an der buthanesisch-tibetischen Grenze einen Stupa (buddhistischer Tempel), in dem sich die rituell getöteten Körper eines achtjährigen Knaben und eine gleichaltrigen Mädchens befanden. […] Die Exzesse des Tantrismus werden dadurch legitimiert, daß der Yogi in der Lage sei, durch seine spirituellen Techniken das Böse in der Gute zu verwandeln.“

Das Kalachakra-Tantra (S. 41): „Das höchste Ziel der Kalachakra-Initiation ist ein ‚Weltfrieden‘ besonderer Art. […] Das gesamte Szenario des Kalachakra-Tantra ist kriegerisch, provokant, morbid und hitzig.“ – (S. 43): „Am Ende des Weges steht der Adi Buddha, der Herrscher über das Universum. Das Universum und der Körper eines derartigen Gurus (Dalai Lama) sind identisch. In einem letzten Akt vernichtet der Adi Buddha das gesamte Universum und verinnerlicht es.“ - (S. 56, Zitat aus Victor und Victoria Trimondi: Der Schatten des Dalai Lama. Düsseldorf 1999, S. 779 f.:): „Ziel dieses Tantras [Kalachakra-Tantras, Anm. d. A.] ist die Errichtung eines androzentrischen, undemokratischen, despotischen Mönchsstaates mit einem Alleinherrscher (dem Adi Buddha) an der Spitze.“

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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