Donnerstag, 31. Oktober 2013
Spionageskandal

Feindstaat USA bespitzelte auch den Heiligen Vater

Wie das italienische Magazin „Panorama“ am 31. Oktober 2013 berichtete, hat der US-Geheimdienst wahrscheinlich auch Gespräche im Zuge der Papstwahl 2013 abgehört.

Bild: „Panorama“, Internetseite

„Datagate“ der USA

Die US-Staatssicherheitsbehörde NSA (National security agency) hat offenbar zwischen dem 12. Dezember 2012 und dem 8. Jänner 2013 46 Millionen Gespräche in Italien abgehört, darunter wahrscheinlich auch die vom und in den Vatikan.

Stichwort „Verhetzungsparagraph“

Der Übermut der US-Geheimdienstler ist wahrscheinlich darin begründet, daß die europäischen Staatregierungen Beschnüffelungsergebnisse gegen die eigenen Staatsbürger der US-amerikanischen NSA zugänglich gemacht oder übermittelt haben.

Diese Regierungen haben mehr Angst vor der Bevölkerung als vor Feind- und Drittstaaten, so daß sie nicht einmal mehr bemerken, wenn sie selbst zum Ziel des US-Geheimdienstes geworden sind.

Domus Internationalis Paolo VI

Begründete Vermutungen bestehen, daß auch in der Zeit des Konklaves Telephonate abgehört wurden, insbesondere die aus dem Domus Internationalis Paolo VI, in dem sich auch Kardinal Jorge Mario Bergoglio zusammen mit anderen Klerikern aufgehalten hat.

Es gibt den Verdacht, daß auch die Gespräche des heutigen Papstes Franziscus überwacht wurde.

USA stehen auch der Kirche feindlich gegenüber

Wie aus Berichten von Wikileaks zu entnehmen ist, haben die USA (zumindest) seit 2005 Kardinal Bergoglio systematisch überwacht.

Offenbar zählen die USA auch die Kirche zu ihren Gegnern.

Vatikangespräche nach „Gefährdungspotential“ eingestuft

Die Vatikan-Telephonate wurden in vier Kategorien eingeteilt:

  • Angelegenheiten der Staatsführung
  • Bereich des Finanzsystems
  • Angelegenheiten der Außenpoitik und
  • Menschenrechte

Auch IOR, die Vatikanbank, im Visier der USA

Zu den abgehörten Gesprächen sollen auch die im Zusammenhang mit der Vatikanbank sein. Insbersondere sei deren neuer Präsident Ernst von Freyberg im Visier der US-Abhörer gewesen.

Transparenz dient nur den Gegners des Papsttums

Der Heilige Stuhl hat mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts der Vatikanbank IOR wohl einen systematischen Fehler begangen.

Die nun veröffentlichten Zahlen sind eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sie liefern nur den Geheimdiensten und der Konkurrenz Daten für deren Agitation gegen den Heiligen Stuhl.

Somit sind auch die finanziellen Möglichkeiten des Vatikan zum Teil transparent geworden.

Welche Vorteile die Vatikanbank von der Publizierung haben soll, hat uns bisher niemand darlegen können.

Entschuldigung der USA unterbleibt

Die USA haben sich bis dato nicht beim Heiligen Vater entschuldigt. Auch das bestätigt, daß die USA als Feindstaat anzusehen sind.

Ein Zusammenfassung (in italienischer Sprache) der medialen Reaktionen findet sich unter: „Il Papa intervettato. L’esclusiva di Panorama fa il giro del mondo“.

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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