Dienstag, 27. August 2013
Ungehorsams-Pfarrer

Er zieht die Bettler wie die Fliegen an

Der Grazer Bettler-Pfarrer Wolfgang Pucher tritt nebstbei für die Gleichstellung der Homo-Partnerschaft mit der Ehe, für Frauen im Priesteramt und Anti-Rom-Bewegungen ein – ohne innerkirchliche Folgen.

Hw. Pucher [Bild: kreuz-net/Archiv]

Bettlerplage in Graz

Die steirische Landeshauptstadt Graz, in der NS-Zeit mit dem damaligen Ehrentitel „Stadt der Volkserhebung“ versehen, hat ein massives Bettlerproblem, an dem der Pfarrer Wolfgang Pucher seinen gehörigen Anteil hat.

Seit Jahren tritt der Pfarrer für die aus osteuropäischen Zigeunersiedlungen stammenden Bettler in Graz ein, versorgt sie und verschafft den Bettel-Clans so eine Basis für ihren Bettlertourismus.

Vor allem an Samstagen reihen sich die bettelnden Zigeuner quer durch die Innenstadt mit fixen Stellplätzen aneinander, in farbiger Abwechslung mit den ebenso verhaltensoriginellen Verkäufern der Caritas-Bettelzeitung „Megaphon“.

Kleinkinder zum Betteln mißbraucht

Bis zu einem Verbot wurden auch Kleinkinder gut organisiert von Bettler zu Bettler gereicht – das erhöhte den Mitleidseffekt gewaltig. Das Wohl der Kinder war hier eher zweitrangig.

Das empört nicht nur weite Teile der Bevölkerung, sondern auch – wie er auch zugibt – Teile seiner „Kollegen“, wie er die anderen Geistlichen in einem Gespräch mit einer kleinformatigen Tageszeitung bezeichnet.

Die Stadt reagierte mit Bettelverboten, die von Politgerichten wieder aufgehoben wurden.

Offenbar glaubt der nach Eigendarstellung jähzornige Hw. Pucher, die Sozialprobleme einer abgesonderten Minderheit in der Slowakei hunderte Kilometer entfernt lösen zu können.

Wunsch nach neuem Kirchenspalter

In einem Gespräch mit dem ORF-Journalisten Franz Neger [Name, nicht Gattung] wünscht sich Hw. Pucher: „Ich bin der Meinung, es müßte von der Persönlichkeitsstruktur her, einen neuen Martin Luther geben.“

Werbung für Ungehorsams-Initiative von Hw. Schüller

Hw. Pucher ist zudem ein glühender Verfechter der Anti-Rom-Bewegung von Hw. Schüller. Im Pfarrblatt „St. Vinzenz aktuell“ vom Herbst 2012 hat er seine Gemeinde mit einem Werbebeitrag „Eine neue Zeit braucht neue Wege“ für diese neoprotestantischen Bewegung traktiert.

Frauen im Priesteramt

Um Klarstellungen durch den Heiligen Vater kümmert sich der 74jährige Pfarrer Pucher keinen Deut:

In einem kürzlich gegebenen Zeitungsinterview antwortete er auf die Frage „Sind Sie für Frauen im Priesteramt?“: „Unbedingt. Mit welchem Recht werden Frauen ausgeschlossen? Die Kirche hat sich einst nur durch Frauen ausgebreitet. Es sind die Mütter, die den Glauben an Kinder weitergeben.“

Der „Homo-Pfarrer“

Mit der Öffnung des Trauungssaals für die Homo-Unzüchtler hat Hw. Pucher „überhaupt“ kein Problem. „Gleiches Recht für alle!“

Die Homo-Partnerschaft ist für Hw. Pucher „absolut okay. Mit dem Wort Ehe habe ich Probleme. Noch. Ich kann nicht ausschließen, daß ich das anders sehen werde …“.

Keine innerkirchliche Konsequenzen

Wer sich – wie ungerechtfertigt kürzlich bei einem hochverdienten, konservativen Geistlichen bewußt öffentlich geschehen – Konsequenzen oder auch nur eine Zurechtweisung seitens der Diözesanführung erwartet, geht fehl.

Hier breiten die Bischöfe die schützende Hand über Ungehorsams-Aufrufer aus. Weil sie sich bereits die Diözesanführung aus der Hand nehmen haben lassen oder, wie es vor allem beim Wiener Erzbischof den Anschein hat, den Ungehorsamsaufruf in pectore unterstützen.

„Nec laudibus nec timore!“

Seliger Clemens August Kardinal von Galen, Wahlspruch

Es gelten die traditionellen katholischen Begriffsdefinitionen.

 
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